The Giver – Hüter der Erinnerung

Hallo!

Ich möchte heute mit euch meinen Eindruck zu dem Film „Hüter der Erinnerung“ teilen, wobei wie ich finde, der Originaltitel „The Giver“ zu dem Titel unbedingt dazu gehört.

Ich hatte mit einer Freundin einen Kinobesuch geplant, die Frage: Welcher Film? war aber noch offen. Im Radio habe ich dann die Beschreibung zu „Hüter der Erinnerung“ gehört, bzw. so richtig habe ich eigentlich erst mal nicht hingehört. Dann meinte der Radioreporter: „so ähnlich wie Divergent und Die Tribute von Panem“ – von beiden Filmen bin ich sehr begeistert, also mal schnell den Trailer angeschaut und meiner Freundn vorgeschlagen.

Zum Trailer

Der Trailer hat mich erstmal neugierig gemacht – Wechsel von schwarzweiß zu bunt und 100% verstanden habe ich die Geschichte noch nicht sofort – wollte ich aber noch unbedingt

Zur Geschichte

Der Film ist zum Roman „The Giver“(1993) von Lois Lowry gedreht worden.

Es wurde eine neue Welt geschaffen, die frei ist von Gewalt und Krieg, Hass und Arroganz. Jeder sollte sich gleich fühlen, keiner durfte verletzt oder beleidigt werden.

Was es allerdings auch nicht gab – Emotionen, Berührungen, Familie, Farben. Dies alles wurde den Menschen genommen, dies und auch die Erinnerung daran. Keiner wusste was das ist „Die Liebe“ und auch nicht, dass sie existiert. Außer der Hüter, der Hüter der Erinnerung.

In der neuen, kleinen, „friedlichen“ Welt wohnt auch Jonas. Er ist in dem Alter, in dem allen Jugendlichen ihre „Bestimmung“ mitgeteilt wird. Das, was man heute wohl als ihren Beruf bezeichnen könnte. Da gibt es Drohnenflieger, Gebärerinnen, eine Art Kindermädchen, Lehrer. Von Geburt an werden die Kinder beobachtet und dann entschieden, was ihre Bestimmung ist. Nur Jonas kann keinem „Beruf“ zugeordnet werden. Er soll der neue „Hüter der Erinnerung“ werden. Von seiner Ausbildung darf er niemandem erzählen. Sein alter Lehrer, ehemaliger Hüter und dann Geber (the giver) ist beauftragt Jonas alles Wissen und alle Erinnerungen zu übertragen. Die bunten Farben und Emotionen, aber auch die schlimmen Dinge, wie Krieg.

Jonas ist begeistert – der Schnee, das Lachen, die Umarmungen. Er möchte, dass alle Menschen lieben können und tanzen. Auch wenn die Welt, in der er lebt, so friedlich wirkt, ist sie doch so kalt und unmenschlich. Auch das kann Jonas jetzt sehen: Keine Berührungen unter Freunden, die Kinder werden gentechnisch erschaffen, von berufenen Gebärerinnen auf die Welt gebracht und in Familienkonstruktionen hinein gegeben. Familienkonstruktionen. Sein Vater gibt Babys frei ohne wirklich zu wissen was er da tut. Das kann Jonas nicht so stehen lassen, nicht als neuer Hüter, nicht als einer von den zwei einzigen Menschen, die Bescheid wissen, nicht als ein, ihm sehr ans Herz gewachsenes Baby, freigegeben werden soll.

Zum Film

Ich mag ihn. Für uns als Menschen in der Jetzt-Welt, ist das ein bisschen merkwürdig zu sehen. Wenn erklärt wird was Liebe ist, wenn alles schwarz und grau und weiß ist und langsam wechselt in bunt. Wie entsetzt ich war von der emotionslosen Welt, in der man nicht tanzen durfte, sich nicht umarmen.

Die Autorinnen von „Tribute von Panem“ und „Divergent“ haben sich beide an „The Giver“ orientiert. Am Anfang war der Film sehr ähnlich wie Divergent. Ich hatte erst die Befürchtung, dass sich das durch den ganzen Film ziehen würde, aber nach der ersten Viertelstunde hatte sich das dann erledigt.

Wenn der Geber die Erinnerungen überträgt, werden ausdrucksstarke, schöne Bilder eingeblendet von Menschen, Tieren, Wetter, Farben, Festen, Freude und auch ebenso schlimme wie Angst, Hass und Krieg. Der Film zeigt uns so ein bischen, was wir aus der Welt machen, gemacht haben, was wir machen können. Man sitzt in dem Kino und schüttelt den Kopf. Man macht sich Gedanken.

Der Geber sieht zunächst sehr alleine und einsam aus in seinem Haus abseits von allen andern, von alles anderem. Doch er denkt wie Jonas. Hat die gleiche Meinung von seiner Welt. Sehr berührend war für mich die Szene, in der der Geber dem Hüter sagt:“Ich liebe dich“ In Bezug auf die Geschichte ein sonst nie ausgesprochner Satz. Und auch die verdutzte Miene in der Jonas seinen Vater fragt:“Liebst du mich?“. Und dieser nicht versteht was Jonas meint, das Wort nicht kennt.

Was auch noch gut war – die Musik. Ich bin bei spotify fündig geworden. Wer neugierig ist,kann ja mal suchen unter The Giver

abschließend

Ich mochte diesen Film sehr gerne sehen und all die wunderschönen und die schrecklichen Bilder – es fällt mir schwer die geigneten Worte zu finden. Es würde mich freuen, falls der ein oder andere den Film noch schaut, vielleicht seine Meinung in den Kommentaren dazulassen oder einen Link zu seiner Rezension, oder aber wenn ihr das hier lest (und den Film vielleicht schon kennt) euch für euch selbst einmal Gedanken zu machen. Vielleicht könntet ihr die richtigen Worte finden, wenn es sie gibt.

ein spannender Film, der aber durchaus nachdenklich stimmt und große Chancen auf einen Platz in meinem DVD-Regal hat – auf jeden Fall sehenswert

 

mal wieder ein Film

lilanda

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